Wodurch Schimmel (nicht) begünstigt wird

Temperatur:

ohne Einfluss

Die Mindesttemperatur für den Pilzwachstum liegt bei 0 Grad, optimal sind 30 bis 40 Grad. Es ist bei Wohnräumen also völlig unerheblich, ob sie nun eher kühl oder eher wärmer temperiert sind

Nährstoffe:

ausreichend vorhanden, kein Einfluss

Die Nahrung von Schimmelpilzen ist Kohlenstoff und die Ansprüche dabei sind minimal: unvermeidlicher, zufliegender Staub in Räumen reicht vollkommen aus.
Ein "Festessen" für Schimmelpilze bieten praktisch Papiertapeten, Dispersionsfarben, Tapetenkleister, Bindemittel und Holz.

pH-Wert:

geringer Einfluss
Am angenehmsten ist den Pilzen ein leicht saures Milieu mit pH-Werten zwischen 4,5 bis 6,5. Einige Arten wachsen aber auch noch bei pH um 2 oder pH um 8. Alkalische Baustoffe wie Kalkputz oder Kalkfarbe können wachstumsbehindernd sein.

Licht:

ohne Einfluss
Licht benötigt der Schimmelpilz zu keiner Zeit.

Sauerstoff:

ohne Einfluss
Schimmelpilze stellen in Bezug auf den Sauerstoffgehalt der Luft geringere Ansprüche als der Mensch, sie können also in allen Wohnräumen wachsen.

Feuchtigkeit:

großer Einfluss
Alle bisher genannten Wachstumsbedingungen finden die Schimmelpilze entweder zwangsläufig vor oder sie benötigen sie nicht. Eine Grundvoraussetzung jedoch muss erfüllt sein, damit sie sich in Gebäuden wohl fühlen und vermehren: zu viel Feuchtigkeit.
Ein Pilzmyzel kann im trockenen Untergrund Jahrzehnte im "Tiefschlaf" überleben, ohne Fruchtkörper und die gefährlichen Sporen zu produzieren. Sobald er jedoch längere Zeit mit ausreichend Feuchtigkeit in Kontakt kommt, beginnt sein Wachstum. Für Keimung, Wachstum und Sporenbildung liegt die untere Wachstumsgrenze bei 80 bis 85 Prozent relative Feuchte, das Optimum bei 90 bis 98 Prozent.

Der Behaglichkeitsbereich des Menschen liegt bei 35 bis 65 Prozent bei Raumlufttemperaturen zwischen 19 und 22 Grad.